Datenschutz im Internet – Mit diesen Tipps bleiben Sie sicher

Datenklau und Identitätsdiebstahl – darüber hat sich wohl jeder schon einmal Gedanken gemacht, der regelmäßig im Netz unterwegs ist. Dies mag auch daran liegen, dass es kaum noch ein soziales Netzwerk gibt, das nicht schon einmal von Hacker-Angriffen betroffen war, bei denen die Angreifer eine Vielzahl von Nutzerdaten abgreifen konnten. Viele fragen sich, ob es überhaupt möglich ist, sich vor derlei Vorfällen zu schützen. Die Antwort lautet: Hundertprozentigen Schutz vor Datenklau gibt es leider nicht. Aber es gibt ein paar Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um weitestgehend auf der sicheren Seite zu sein. Welche das sind, lesen Sie in diesem Artikel.

Tipps für mehr Datenschutz und Datensicherheit

• Ein gut geschützter Computer ist die halbe Miete

Ein gutes Antiviren-Programm auf dem Computer ist das A und O des Datenschutzes für personenbezogene Daten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Virenprogramm auch regelmäßig aktualisieren. Denn wenn Sie Sicherheits-Updates nicht herunterladen und installieren, nützt Ihnen auch das beste Antiviren-Programm nichts. Auch die Firewall sollte beim Surfen im Internet stets aktiviert sein. Dieser Tipp gilt für alle Betriebssysteme, wie auch für PCs, Tablets und Smartphones.

• Verwenden Sie unterschiedliche E-Mail-Adressen

Bei vielen Aktivitäten, denen wir im Netz nachgehen, müssen wir eine E-Mail-Adresse angeben, egal, ob wir uns um einen Job bewerben, Bestellungen tätigen oder Newsletter abonnieren. Um weitestgehend anonym zu bleiben, sollten Sie für verschiedene Zwecke auch verschiedene E-Mail-Adressen nutzen, zum Beispiel eine, die Sie nur für Geschäftliches verwenden und eine, auf die Sie Werbung und verschiedene Angebote erhalten. Wichtig ist auch, dass Ihre E-Mail-Adresse kaum oder keine persönlichen Informationen über Sie enthält.

• Vergessen Sie die Cookies nicht

Die meisten Webseiten sammeln heutzutage Cookie, also Informationen über Ihre Datennutzung. Um so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen, sollten Sie daran denken, diese Cookies auch regelmäßig wieder zu löschen. Falls Sie zu der Mehrheit der Menschen gehören, die das immer wieder vergessen, gibt es auch eine Einstellung, durch die man Cookies automatisch löschen lassen kann.

• Wechseln Sie die Suchmaschinen

Fakt ist, dass alle großen Suchmaschinen im World Wide Web Daten sammeln. Dies trifft vor allem auch auf Google zu. Vermeiden können wir das nicht. Aber um zu verhindern, dass sich mit der Zeit zu viele unserer Daten ansammeln, sollte regelmäßig die Suchmaschine gewechselt werden.

• Fehlerberichte lieber nicht senden

Wer kennt das nicht, das Programm, mit dem Sie gerade arbeiten stürzt ab und als würde Ihnen das im Moment irgendetwas nützen werden Sie gebeten einen Fehlerbericht zu senden. Viele von uns fragen sich in so einem Fall, ob das tatsächlich etwas bringt. Zu Recht. Denn meist weiß man nicht so genau, welche Daten dabei mitgesendet werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sehen Sie also lieber davon ab, einen Fehlerbericht zu senden.

• Achten Sie auf Verschlüsselungen

Achten Sie immer darauf, dass am Anfang der Adresszeile „https“ steht, denn dann können Sie sicher sein, dass es sich hier um eine sicher verschlüsselte Seite handelt. Dies ist vor allem ratsam, wenn Sie Online Banking machen wollen oder sich irgendwo mit Ihren persönlichen Daten einloggen müssen.

• Geben Sie so wenig wie möglich über sich preis

Im richtigen Leben sind wir meist sehr viel vorsichtiger, wenn es um persönliche Angaben geht, als online. Dabei ist auch hier definitiv Vorsicht geboten. Gehen Sie mit Ihren persönlichen Daten so sparsam wie möglich um und überlegen Sie sich genau, wo es nötig ist personenbezogene Angaben zu machen und wo nicht.

• Verwenden Sie verschiedene Passwörter

Die meisten von uns sind mittlerweile in so vielen verschiedenen Portalen, sozialen Netzwerken und E-Mail-Accounts angemeldet, dass es gar nicht so leicht ist den Überblick zu behalten. Um es sich so einfach wie möglich zu machen, nutzen viele ein und dasselbe Passwort für alle ihre Accounts. Dies ist allerdings keine gute Idee. Es ist sehr wichtig, für jedes Konto ein anderes Passwort zu verwenden. Alle Passwörter sollten sicher sein, das heißt, Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Symbole enthalten und keinen Bezug zur eigenen Person haben. Namen oder Geburtsdaten sind demnach also keine besonders gut geeigneten Passwörter.

• Vorsicht bei Mails von unbekannten Absendern

Es passiert fast täglich, dass man in seinem E-Mail-Postfach Mails von unbekannten Absendern findet. Am besten ist es diese erst gar nicht zu öffnen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich nicht doch um eine wichtige Mail handelt und sie doch öffnen müssen, sollten Sie aber auf keinen Fall irgendwelche Links anklicken oder Anhänge öffnen. Dadurch können Sie sich nämlich sehr leicht Malware auf Ihr Gerät holen. Falls Sie die E-Mail geöffnet haben, sollten Sie Ihren Computer danach mit einem Virenscanner überprüfen.

• Lesen Sie das Kleingedruckte

Dies ist ein Tipp, der eigentlich selbstverständlich sein sollte, den aber leider so wenige von uns tatsächlich anwenden. Wahrscheinlich kennt diese Situation jeder: Man lädt sich irgendein Programm oder eine App herunter und bekommt dann ein Feld mit einem ziemlich langen und ziemlich kleingedruckten Text angezeigt. Dieser Text nennt sich meist Teilnahme-, Nutzungs- oder Datenschutzbestimmung. Und weil man gerade gar keine Zeit oder keine Lust hat, sich diesen Text durchzulesen, klickt man einfach schnell auf das Feld „Zustimmen und fortfahren“. Die wenigsten wissen im Nachhinein wozu sie sich da bereit erklärt haben. Sie sollten diese Richtlinien und Bestimmungen also immer zuerst wenigstens überfliegen und sich dann fragen, ob Sie mit dem, was Sie da gelesen haben, wirklich einverstanden sind.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass der Schutz Ihrer persönlichen Daten zwar nicht in vollem Umfang in Ihren eigenen Händen liegt, aber doch zu einem großen Teil. Also sorgen Sie dafür, dass Sie zumindest die Bereiche, bei denen es in Ihrer Macht liegt, so sicher wie möglich gestalten.

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren: Zusammenhang zwischen EU-DSGVO und IT-Forensik